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Pubertät: Der 'richtige' Umgang mit Teenagern
März 2000

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Haben Sie einen Sohn oder eine Tochter im Teenageralter? Und brauchen Sie Hilfe für den Umgang mit dem Nachwuchs? Ein "Leitfaden" wäre schön? Nun, zwei 16jährige Burschen in den USA haben jetzt einen solchen Leitfaden in Buchform herausgebracht. Sinngemäß übersetzt lautet der Titel "Wie man seine Kinder nicht in Verlegenheit bringt" und listet 250 elterliche "Sünden" auf, die Kids heutzutage absolut "uncool" finden.

Das sind einige der Verhaltensregeln für Eltern von Zack Elias und Travis Goldman:

Man kann die Verhaltensregeln des Autorenduos auch so zusammenfassen: Eltern, ihr habt keine Chance es einem Teenager recht zu machen und euch so zu verhalten, daß er sich nicht irgendwann für euch geniert. Es ist eben einfach die Phase im Leben, in der die Kinder sich abnabeln und nach ihren eigenen Wegen suchen. Ein Trost: Diese Zeit geht auch vorbei.

Buchtitel: "How Not to Embarass Your Kids", Autoren: Zack Elias und Travis Goldmann, erschienen bei Warner Books.


Offensichtlich ist es nicht so falsch, was die beiden 16 jährigen Burschen in den USA schreiben. Hier eine Reaktion eines 16jährigen Burschen aus Nordrhein-Westfalen:

> Haben Sie einen Sohn oder eine Tochter im Teenageralter? Und brauchen Sie Hilfe für den Umgang mit dem Nachwuchs?

Hm, hab' zwar keinen Sohn oder Tochter, bin aber selbst 16 und hab Eltern... Deswegen auch vielmehr Hilfe im Umgang mit den lieben Erziehungsberechtigten...!

> lauft im Haus oder in der Wohnung nicht im Bademantel oder Unterwäsche herum,

Hm, so schlimm find' ich das nicht... solange es jedenfalls kein anderer außerhalb der Familie mitbekommt.

> nennt uns nicht vor unseren Freunden mit Spitz- oder Kosenamen,

Allerdings! Meine Story dazu: meine Oma nennt mich schon so lange ich lebe Dany (dabei beachte man die explizit_deutsche_Aussprache!). Seitdem das einmal mein bester Freund vor Monaten mitbekommen hat, hat er diesen Kosenamen gleich für mich entdeckt und nennt mich seitdem auch so... natürlich damit auch alle anderen die mich kennen... echt toll...!

> bittet uns nicht vor unseren Freunden mit dem Hund spazieren zu gehen,

Hab' nur 'ne Katze, keine Ahnung....

> erzählt dem Kellner im Restaurant nicht eure Lebensgeschichte,

Jau, das ist korrekt!

> verzichtet auf laute Anfeuerungsrufe, wenn ihr uns bei einem sportlichen Match zuschaut,

Oh ja, peinlich peinlich... aber das gute bei alle dem ist doch, dass irgendwie alle Jugendlichen diese Probleme haben, oder? Da herrscht doch dann so'ne gewissen Solidariät.

> macht uns nicht auf andere Teenager aufmerksam, die laut eurem Geschmack "gut" angezogen sind,

Ebenso peinlich...

> macht keine Affäre daraus, wenn ihr uns fragt, was heute in der Schule los war und wir nur "nichts" antworten,

Au ja! Existiert dieses Problem also nicht nur bei mir und sogar in den USA? Ist echt unglaublich, aber es ist jeden Tag das gleiche Problem... und wenn man dann keinen ausführlichen Tagesbericht abliefert, ist sofort Stunk...

> beschwert euch nicht, wenn wir einmal die Fernbedienung haben, daß wir zu schnell durch die Kanäle suchen,

Ach ja, meine Mutter kriegt ja dann immer Augenschmerzen...

> versucht euch im Urlaub nicht in Fremdsprachen, die ihr nicht wirklich beherrscht und ...

Mein Vater spricht gut Englisch und Mum versucht's erst gar nicht, damit hab'ich keine Probleme, Gott sei Dank!

> Man kann die Verhaltensregeln des Autorenduos auch so zusammenfassen: Eltern, ihr habt keine Chance es einem Teenager recht zu machen und euch so zu verhalten, daß er sich nicht irgendwann für euch geniert. Es ist eben einfach die Phase im Leben, in der die Kinder sich abnabeln und nach ihren eigenen Wegen suchen. Ein Trost: Diese Zeit geht auch vorbei.

Ach, so schlimm würd' ich's nicht sehen! Ich denk mal, dass das für alle Beteiligten ganz interessant ist, oder? Und ob ein solcher Kanon von Regeln unbedingt nötig ist, weiß ich auch nicht... wär' ein Dialog zwischen den Generationen nicht vielleicht besser?

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geändert am 11/03/2009; © 1999 - 2012 Mag. Christiane Turnheim; Webmaster
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