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Scheidung: Ein Baby und das verflixte 7. Jahr....
November 2000

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Innerhalb der ersten 7 Ehejahre scheitert in den USA die Hälfte aller Ehen. Eine oft geäußerte Hypothese ist, daß viele Ehepartner mit den Veränderungen in ihrer Beziehung nach der Geburt von Kindern nicht fertig werden. Eine Forschergruppe der Universität in Seattle im US-Bundesstaat Washington hat über mehrere Jahre hinweg die Auswirkungen der Geburt eines Babys auf die Qualität der Ehe von jungverheirateten Paaren untersucht und die Ergebnisse dieser Forschungsarbeit nun veröffentlicht.

Zwei Drittel der an der Untersuchung teilnehmenden Elternpaare zeigten sich unmittelbar nach der Geburt des ersten Babys mit der Qualität ihrer Ehe zufriedener als kinderlose Paare. Relativ bald danach sank die Zufriedenheit dieser Paare aber deutlich ab und blieb unter dem Niveau der Zufriedenheit der kinderlosen Paare. Die Studie zeigte weiters, daß die Anzahl von positiven Gesprächen zwischen den Partnern bei den jungen Eltern abnahm während es häufiger zu Konflikten kam. Eine Ursache für diese Entwicklung orteten die Forscher in der Isolation von Mutter und Kind in den eigenen vier Wänden, wodurch die junge Mutter von Freunden und ehemaligen Arbeitskollegen abgeschnitten wird und einen großen Teil ihres sozialen Unterstützungsnetzes verliert. Das belastet das psychische Wohlgefühl vieler junger Mütter und kann bei einigen sogar eine Depression auslösen.

An der sechs Jahre dauernden Untersuchung nahmen insgesamt 82 Paare teil. 43 davon wurden in dem Zeitraum Eltern, 39 blieben kinderlos. Obwohl die kinderlosen Paare keine Veränderung ihrer Zufriedenheit mit der Ehe berichtet hatten, liessen sich 17 Paare scheiden. Bei den 43 Elternpaaren kam es trotz der großen Anzahl von Paaren mit gestiegener Unzufriedenheit zu keiner Scheidung.

Die Forschergruppe um Prof. John Gottman beurteilte zu Beginn der Studie die 82 jungverheirateten Paare anhand ihres Beziehungsstils und versuchte mehrere Kriterien zu messen, wie Ausmaß der Zuneigung füreinander, die Intensität der gegenseitigen Teilnahme am Alltagsleben des Partners, Gebrauch von "uns" und "wir" in der Sprache und so weiter. Das Ziel war, herauszufinden, welche dieser Kriterien am besten die Stabilität einer Ehe vorhersagen kann. Die besten Vorhersagefaktoren für das Gelingen einer Ehe sind laut dieser Studie die Zuneigung zum Partner/ zur Partnerin, die Besorgnis und die Aufmerksamkeit für ihn/sie im täglichen Leben und die optimistische Einstellung Probleme gemeinsam lösen zu können.

Quelle: www.psycport.com, 16.11.2000 (das ist ein tagesaktuelles psychologisches Nachrichtenmedium und Artikel sind daher nur eine begrenzte Zeit zugänglich) und www.gottman.com

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